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1. Werferabend: Werfer
ließen sich durch Corona nicht stoppen!

20200805Werferabend

Lübeck, 5. August 2020

Starke Leistungen im Stadion im Kreis von Mistreiterinnen und Mitstreitern, doch ohne Zuschauer – Wettkämpfe mit ihren Einschränkungen und Hygiene-Regeln zu Corona-Zeiten sind schon spezielle Ereignisse. Sie fordern den mutigen Ideengeber und Ausrichter in besonderem Maße. Uwe Mundt, Cheftrainer und Vorstand im LAC Lübeck, wagte es mit einem engagierten Team. Vom Massband anlegen bis zur Desinfektion des jeweiligen Wurfgeräts hatten die Helferinnen und Helfer an einem langen Sommerabend alles im Griff. Der Aktiven Dank spiegelt sich in respektablen Leistungen wider, ob bei den Senioren oder im Nachwuchs. Neun Aktive waren zunächst beim Hammerwerfen außerhalb des Stadionrunds im Ring, ehe sie sich im Schein der langsam untergehenden Sonne im Wurfring im Stadioninneren beim Diskuswerfen in Szene setzten. Unter Beifall der Aktiven, Trainer, Betreuer und Helfer. Zuschauer fehlten aus den eingangs erwähnten Gründen, und so erfährt der geneigte Sport-Fan an dieser Stelle, was der LAC-Werferabend zu bieten hatte.

Dramatisch verlief das Hammerwerfen der Frauen für Jennifer Fentroß vom ausrichtenden LAC Lübeck. Erst im letzten Versuch gelang der Leiterin einer Bad Oldesloer Kita ein Wurf über die 40 m-Marke und dieser reichte, um die eine deutlich stabilere Serie werfende Trainingsgefährtin Mareike Becker noch knapp abzufangen: 42,72 m zu 42,34 m lautete das Endresultat.

Den weitesten Hammerwurf legte jedoch wie erwartet der Bergedorfer Rüdiger Möhring hin. 47,65 m ließ der M50-Weltmeister in seiner neuen Altersklasse M55 ins Protokoll eintragen. In der M50 bewies der Bremer Sven Suhling (TuS Huchting) mit 44,49 m nach einer langen Corona-Pause ansteigende Form und auch M45-Werfer Marlo Burych (LAC) steigerte sich mit 41,69 m gegenüber dem letzten Wettkampf.

Die weiteste Anreise zum 1. Werferabend des Jahres des LAC Lübeck hatte der Pulheimer Magnus Többen. Der Name Többen hat in Werferkreisen einen guten Klang, gehörte doch Vater Olaf Többen in den 80er und 90er Jahren zu den besten deutschen Diskuswerfern mit einer Bestleistung von deutlich über 65 Metern. Vater und Mutter Többen sowie Freundin begleiteten den Youngster bei seinem Versuch, den nächsten Schritt Richtung Deutsche Jugend-Meisterschaften in Heilbronn Anfang September zu unternehmen. Das gelang nicht ganz optimal, mit 46,85 m blieb Magnus knapp drei Meter hinter seiner Bestleistung zurück und musste sich dem Eutiner Mika Jokschat geschlagen geben, der mit 50,60 m das U20-Werferfeld dominierte. Dennoch zeigte der Pulheimer Nachwuchsathlet gute technische Ansätze, offenbarte aber auch Nachholbedarf vor allem im Kraftbereich.

Bei den U18-Werfern fehlte leider verletzungsbedingt der Bergedorfer Mika Sosna, mit 64,05 m Führender der Deutschen Bestenliste seiner Altersklasse. So blieb es Mika Jokschats Bruder Kjell vorbehalten, hier seine Visitenkarte abzugeben. Das gelang ihm mit 46,90 m und neuer Bestleistung eindrucksvoll.

Ralf Mordhorst (LAC)verfehlte in der Männerkonkurrenz die angepeilten und im Einwerfen gezeigten 50 Meter. 47,75 m standen am Ende auf der Habenseite.

Den Sieg mit dem 1 Kilo-Diskus der Frauen machten Mareike Becker und Leoni de Graaf (beide LAC) den Sieg unter sich aus: Mit 36,31 m zu 35,50 m hatte die Gymnasiallehrerin das bessere Ende für sich.

Nicht ganz zufrieden zeigte sich die ehemalige Deutsche Schülermeisterin Alisa Rohlfing (LG Elmshorn) mit ihrer Diskusweite in der wU20. 35,58 m reichten dennoch zum Sieg vor Janne Petersen-Feddersen (Bredstedter TSV, 34,50 m) und Bele von Behr (LAC, 33,89 m).

Gerade von einer Knieoperation genesen startete der Ahrensböker Ingo Sonntag (M50) in seine Wettkampfsaison. Mit 39,94 m war der ehemalige Paderborner Zehnkämpfer und Footballspieler dann auch recht zufrieden, zeigte aber Potenzial für deutliche Steigerungen mit dem 1,5 Kilo-Gerät in den nächsten Wochen.

Viele motivierte Helfer machten diese unter besonderen Umständen stattfindende Veranstaltung für alle zu einem gelungenen Event, für das es viel Lob von allen Seiten gab. Mit dem letzten Diskuswurf gegen 21.30 Uhr endete ein langer Werferabend mit viel Zuspruch und bei besten Wetterbedingungen, der seine Fortsetzung in der zweiten Auflage am kommenden Mittwochabend finden wird.

Text: A. Reimann/U. Mundt, Fotos: A. Reimann

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Name: Leoni de Graaf
Bereits mit 5 Jahren hatte ich meinen ersten Wettkampf in der Leichtathletik, man kann also sagen, dass ich mit Wettkampfgeist geboren bin. Leichtathletik ist für mich zur absoluten Leidenschaft geworden und ein Leben ohne dem könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Schnell wurde klar, dass meine Stärken in den Wurfdisziplinen liegen und nach erfolgreichen Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf, beschloss ich mich nach 2014 vollständig auf die Wurfdisziplinen zu konzentrieren. Neben meinem Bachelorstudium trainiere ich bis zu fünf mal in der Woche und freue mich vor allem darauf meine Technik in den nächsten Jahren deutlich zu verbessern und hoffentlich nach langen Verletzungsphasen endlich wieder regelmäßig erfolgreich zu trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen zu können.
Geburtsjahr: 1997
Geburtsort: Bad Oldesloe
Familienstand: ledig
Wohnort: Tangstedt
Beruf: Studentin Medizinische Ingenieurwissenschaften
Hobbies: Sport, Politik, Philosophie, Musik
Leichtathletik seit: dem ich denken kann (ungefähr 2000)
LAC-Mitglied seit: 1.7.2019
vorherige Vereine: VfL Oldesloe, SV Friedrichsgabe, MTV Lübeck
Funktion im Verein: Neuling/Meckertante
Disziplinen: Speerwurf, Diskus und ein bisschen Kugel, wenn es mich nicht gerade zur Weißglut bringt
Bestleistung/en:
Speerwurf 45,43 m (600g), 47,25 m (500g)
Diskus 39,54 m (1 kg)
Kugel 12,21 m Halle, 11,67 m Freiluft (4 kg), 14,24 m (3 kg)
Ziele: für 2019/20: Mit dem Speer die 50m Marke knacken, Podestplatzierung bei einer Deutschen Meisterschaft und vor allem gesund und verletzungsfrei bleiben!
Erfolge:
2014: 4. Platz wU18-DM Speerwurf
C-Bundeskader Speerwurf
2-fache Norddeutsche Meisterin Speerwurf
Landesmeistertitel, die ich schon nicht mehr zählen kann
Name: Marcel Weiß
Mein sportlicher Ursprung liegt im Fußball. Dort habe ich von klein an bis zum 24. Lebensjahr meinen Bewegungsdrang und meine Leidenschaft an der Sportart ausgelebt. Aufgrund von Verletzungen habe ich die Fußballschuhe schon früh an den Nagel gehängt und gegen Laufschuhe getauscht. Kurz danach kamen Badehose und Radschuhe hinzu und ich fand mich im Triathlon wieder. Auch hier bremste mich eine Verletzung aus, wodurch ich mich seit 2019 nur noch auf das Laufen konzentriere.

Geburtsjahr: 1988
Geburtsort: Lübeck
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Lübeck
Beruf: Systemingenieur bei Dräger Safety
Hobbies: Sport, Freunde, Reisen
Motto: Ohne Fleiß kein Preis
LAC-Mitglied seit: 01.02.2019
vorherige/andere Vereine: Rot-Weiß Moisling (Fußball), Running Athlete (Laufen) und Tri-Sport Lübeck (Triathlon)
Disziplinen: Langstreckenlauf von 5km bis Marathon, erste Gehversuche in den kürzeren Distanzen werden unternommen :-)
Bestleistung/en:
800m: 2:16,37 min
3000m: 10:09,02 min
10km: 35:44 min
Halbmarathon: 1:20:13 std
Marathon: 02:56:50 std
Erfolge:
2016: Sieger 10km-Lauf Stadtwerke Marathon Lübeck; 70.3 Finish auf Rügen
2019: Marathondebüt unter 3 Stunden