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Pfingstsportfest Zeven

Zeven2019

Zeven, 09.06.2019

Viel unterschiedlicher könnten zwei Veranstaltungstage nicht sein – am Sonnabend starker Wind, kühl und zeitweise Nieselregen, am Sonntag sonnig und warm, kaum Wind und trocken. Das diesjährige Pfingstsportfest in Zeven hatte alles zu bieten, leider auch zu viel Rückenwind und das vor allem am ersten Tag. Leiden musste am ersten Tag darunter u.a. Lasse Zunker, dessen 11,61 s über 100 Meter aus dem Vorlauf von einem Rückenwind von 3,2 m/s verblasen wurden. Auf den Endlauf verzichtet Lasse zugunsten des Weitsprungs, wo er ohne Windunterstützung als Fünfter seine 6,11 m von den Bezirksmeisterschaften in Lübeck auf den Zentimeter genau bestätigte.

Der nächste Tag zeigte sich nicht nur unseren Teilnehmern gegenüber deutlich freundlicher.

Als Unterdistanztraining und Generalprobe für die U23-DM in Wetzlar am kommenden Wochenende sah 400 m-Sprinterin Lucy Steinmeyer ihren Auftritt über 200 m bei den Frauen. Im Vorlauf gelangen ihr als Fünfte ihres Laufes 25,55 s (+ 2,6 m/s), das B-Finale gewann Lucy dann ungefordert bei Windstille in 25,63 s.

Ungewohnt war die zahlreiche und für Bele von Behr ungewohnte starke Konkurrenz im Diskuswurf der wU18. Dennoch hatte Bele mehr mit ihrer Aufregung als mit den Gegnern zu kämpfen, musste sich am Ende mit 28,12 m und der Erkenntnis zufriedengeben, dass sie noch mehr im technischen Bereich und an ihrer Nervenstärke arbeiten muss, um in Konkurrenzen wie diesen zu bestehen. Gewonnen wurde das Diskuswerfen von der Hamburgerin Renée Nitsch mit 36,06 m, der zweite Platz ging dann schon mit 31,85 m weg, einer durchaus machbaren Weite…

Zeitgleich fand das Kugelstoßen der Frauen statt. Hier wusste vor allem Mareike Becker zu überzeugen, die mit 12,36 m einen neuen Vereinsrekord aufstellte und so weit wie seit Jahren nicht mehr stieß. Die Gleichmäßigkeit der dabei gezeigten Serie lässt auf Reserven in den nächsten Wettkämpfen schließen. Zweite und dennoch bei Weitem nicht zufrieden: Jennifer Fentroß, die mehr mit ihren eigenen Ansprüchen und der Technik als mit der Gegnerschaft zu kämpfen hatte. Zweimal 11,00 m und einmal 11,01 m – mehr war nicht drin an diesem Pfingstsonntag, was eine angefressene Jennifer in die nachfolgende Disziplin entließ, das Hammerwerfen.

Das Hammerwerfen fand nach Jahren der Abstinenz wieder im Rahmen des traditionellen Pfingstsportfestes in Zeven statt und wurde erstmals überhaupt direkt im Stadion ausgetragen. Nach starkem Einwerfen machten auch hier unsere beiden Protagonistinnen Mareike und Jennifer den Sieg unter sich aus; anders als beim Kugelstoßen gestaltete sich dies mit dem 4 kg-Hammer allerdings deutlich knapper. 43,77 m zu 43,55 m hieß es am Ende für Mareike, die sich wesentlich stärker eingeworfen hatte und die nur einmal die dort gezeigte Lockerheit und Dynamik mit in den Wettkampf nehmen müsste. Erstaunlich aber die technische Entwicklung und Stabilität von Jennifer Fentroß, die sie in die Lage versetzen sollte, sich weiter zu steigern.

Nach kurzer Pause für unsere Werferinnen ging es mit dem dritten Wurfgerät an diesem Tage weiter. Das Diskuswerfen der Frauen sah ein leistungsstarkes Feld. Mit der Wattenscheiderin Michelle Berger war eine 50 m-Werferin am Start, die sich mit 49,20 m den Sieg auch nicht nehmen ließ und deutlich vor Mira Waterhölter (Nordheide) und Inga Reschke (Bremen) lag, die 43,83 m und 43,07 m in die Ergebnislisten einbrachten. Mareike bestätigte ihre gute Form auch mit der Diskusscheibe und 37,84 m, was Rang Fünf bedeutete. Jennifer haderte hier wie im Kugelstoßen mit technischen Problemen, ihr blieb mit 28,70 m nur Rang Sieben.

Am Veranstaltungsende griffen die männlichen Diskuswerfer zu ihren Wurfscheiben. Hier hatte sich Matthias Thriene vorgenommen trotz vielstündigem Warten seine Jahresbestleistung zu steigern. Das gelang ihm im Achterfeld der Männer auch im vierten Versuch, als sein 2 kg-Gerät erst nach 36,14 m landete. Den Sieg verpasste Matthias als Zweiter nur knapp, Sieger Timo Albeshausen (Walsrode) lag mit 37,07 m nicht allzu weit entfernt.

Ein zweiter Platz in Zeven – vor 16 Jahren belegte Matthias bei seinem bis gestern letzten Start in Zeven für den VfL Wolfsburg startend schon einmal den zweiten Rang. Allerdings auf dem nun überbauten Nebenplatz und mit einer um mehr als 21 Meter besseren Weite, nämlich genau 57,89 m. Erster im damaligen Wettkampf wurde ein anderer uns sehr wohl bekannter Diskuswerfer: Ralf Mordhorst, damals LG Wedel-Pinneberg und heute mehrfacher Weltmeister mit Kugel und vor allem Diskus für den LAC Lübeck, verfehlte mit 59,19 m nur knapp die magischen 60 Meter. Dass beide 16 Jahre später einmal für den gleichen Verein starten würden, hätte sicher niemand für möglich gehalten. Sicher auch nicht der Dritte an diesem 7. Juni 2003 – der heutige Cheftrainer, Geschäftsführer und Mitbegründer des LAC und Schreiber dieser Zeilen, Uwe Mundt, der am Ende seiner langen Werferkarriere mit 43,27 m ebenfalls ein letztes Mal in Zeven startete und im Februar des folgenden Jahres dem aktiven Leistungssport Ade sagte.

Text und Fotos: Uwe Mundt

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Name: Leoni de Graaf
Bereits mit 5 Jahren hatte ich meinen ersten Wettkampf in der Leichtathletik, man kann also sagen, dass ich mit Wettkampfgeist geboren bin. Leichtathletik ist für mich zur absoluten Leidenschaft geworden und ein Leben ohne dem könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Schnell wurde klar, dass meine Stärken in den Wurfdisziplinen liegen und nach erfolgreichen Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf, beschloss ich mich nach 2014 vollständig auf die Wurfdisziplinen zu konzentrieren. Neben meinem Bachelorstudium trainiere ich bis zu fünf mal in der Woche und freue mich vor allem darauf meine Technik in den nächsten Jahren deutlich zu verbessern und hoffentlich nach langen Verletzungsphasen endlich wieder regelmäßig erfolgreich zu trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen zu können.
Geburtsjahr: 1997
Geburtsort: Bad Oldesloe
Familienstand: ledig
Wohnort: Tangstedt
Beruf: Studentin Medizinische Ingenieurwissenschaften
Hobbies: Sport, Politik, Philosophie, Musik
Leichtathletik seit: dem ich denken kann (ungefähr 2000)
LAC-Mitglied seit: 1.7.2019
vorherige Vereine: VfL Oldesloe, SV Friedrichsgabe, MTV Lübeck
Funktion im Verein: Neuling/Meckertante
Disziplinen: Speerwurf, Diskus und ein bisschen Kugel, wenn es mich nicht gerade zur Weißglut bringt
Bestleistung/en:
Speerwurf 45,43 m (600g), 47,25 m (500g)
Diskus 39,54 m (1 kg)
Kugel 12,21 m Halle, 11,67 m Freiluft (4 kg), 14,24 m (3 kg)
Ziele: für 2019/20: Mit dem Speer die 50m Marke knacken, Podestplatzierung bei einer Deutschen Meisterschaft und vor allem gesund und verletzungsfrei bleiben!
Erfolge:
2014: 4. Platz wU18-DM Speerwurf
C-Bundeskader Speerwurf
2-fache Norddeutsche Meisterin Speerwurf
Landesmeistertitel, die ich schon nicht mehr zählen kann
Name: Marcel Weiß
Mein sportlicher Ursprung liegt im Fußball. Dort habe ich von klein an bis zum 24. Lebensjahr meinen Bewegungsdrang und meine Leidenschaft an der Sportart ausgelebt. Aufgrund von Verletzungen habe ich die Fußballschuhe schon früh an den Nagel gehängt und gegen Laufschuhe getauscht. Kurz danach kamen Badehose und Radschuhe hinzu und ich fand mich im Triathlon wieder. Auch hier bremste mich eine Verletzung aus, wodurch ich mich seit 2019 nur noch auf das Laufen konzentriere.

Geburtsjahr: 1988
Geburtsort: Lübeck
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Lübeck
Beruf: Systemingenieur bei Dräger Safety
Hobbies: Sport, Freunde, Reisen
Motto: Ohne Fleiß kein Preis
LAC-Mitglied seit: 01.02.2019
vorherige/andere Vereine: Rot-Weiß Moisling (Fußball), Running Athlete (Laufen) und Tri-Sport Lübeck (Triathlon)
Disziplinen: Langstreckenlauf von 5km bis Marathon, erste Gehversuche in den kürzeren Distanzen werden unternommen :-)
Bestleistung/en:
800m: 2:16,37 min
3000m: 10:09,02 min
10km: 35:44 min
Halbmarathon: 1:20:13 std
Marathon: 02:56:50 std
Erfolge:
2016: Sieger 10km-Lauf Stadtwerke Marathon Lübeck; 70.3 Finish auf Rügen
2019: Marathondebüt unter 3 Stunden