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Team-DM: Tickets für München gebucht!

TeamDMQuali2019

Lübeck, 31.05.2019

Gleich zu Beginn eine Korrektur des gestern vermeldeten Endergebnisses der Qualifikationsrunde zum Endkampf der Team-DM: Die M30/35-Mannschaft des LAC Lübeck verbuchte beim Durchgang in Hamburg-Lurup nicht wie vermeldet 9.201 Punkte, sondern mit 9.132 Punkten eine etwas geringere Gesamtpunktzahl. Die Differenz ergab sich beim Nachrechnen aus der falschen Bepunktung eines 100 m-Ergebnisses. Dadurch ändert sich zwar das Resultat, das Ergebnis, nämlich die Qualifikation für den 21. September in München, bleibt hingegen gleich.

Dabei sprachen einige Dinge eher nicht für eine souveräne Qualifikation. Die Mannschaft musste Komplettausfälle ebenso verkraften wie eine ganze Reihe von Blessuren der eingesetzten Athleten, die sich diese in den Vorwochen zugezogen hatten. Darüber hinaus spielte auch das Wetter nicht ganz mit, Dauer- und teilweise starke Regenschauer machten so manchen Wettkampf zu keinem reinen Vergnügen. Dazu kam ein starker Wind, der viele Leistungen negativ beeinflusste.

Da traf es sich gut, dass mit Nico Niemann der Filialleiter der Deutschen Bank in Hamburg-Niendorf noch vor Veranstaltungsbeginn dem Vereinsvorsitzenden Harald Rösch einen Scheck in Höhe von 1000 EURO überreichte. Die davon angeschafften schmucken Regenjacken konnten vor Ort gleich nutzbringend eingesetzt werden.

Die 800 Meter-Läufer mussten zu Beginn gegen unangenehmen Wind ankämpfen, der Regen tat sein Übriges. Daher sind die 2:16,37 min des Neulings über diese Strecke, Marcel Weiß, gar nicht hoch genug einzuschätzen. Von Beginn an ließ er keinen Zweifel an seinem Vorhaben, diesen Lauf gewinnen zu wollen, führte das Feld vom ersten Meter an und setzte sich bald mutig von seinen Verfolgern ab. Marcel kommt von der Langstrecke, legte vor wenigen Wochen beim Marathondebüt die 42,195 km-Strecke gleich in einer Zeit von unter drei Stunden zurück. Als Zweiter brachte Denny Wong 2:22,06 min in die Wertung, Klaus Lehmann sicherte als dritter Läufer diese Disziplin ab, konnte daher aber für seine 2:27,89 min keine Punkte einbringen.

Die Hochspringer mussten ihre Disziplin im Dauernieselregen absolvieren. Nach 1,65 m beendete hier Patrick Hagge den Wettkampf, um sich für die weiteren Disziplinen zu schonen. Auch Lasse Zunker ging mit einer leichten Muskelverletzung und getaptem Oberschenkel in das Unternehmen Team-DM, setzte den Wettkampf nach übersprungenen 1,60 m ebenfalls nicht fort.

Auf die 100 Meter verzichtete Patrick Hagge, der ebenfalls an einer leichten Oberschenkelverletzung laboriert, ganz. So vertraten Zbigniew Sikorski und Lasse Zunker allein die LAC-Farben und taten dies für die Umstände ganz bravourös. Bei 2,8 Meter/Sekunde Gegenwind flossen die Punkte für 11,95 s (Sikorski) und 12,47 s in das Gesamtergebnis ein, hier verbleibt genau wie im Hochsprung eine satte Reserve für den Endkampf in München.

Besser lief es beim Diskuswurf. Hier ließ M45-Weltmeister Ralf Mordhorst gleich im ersten Versuch 50,67 m notieren, während Zbigniew Sikorski technische Probleme hatte und erst im letzten Versuch einen gültigen Wurf zustande brachte. 31,28 m reichten allerdings nicht, um Punkte einzubringen, diese verbuchte dafür Matthias Thriene für seine 34,20 m. Der ehemalige 60 m-Werfer, jetzt in erster Linie Trainer des LAC Lübeck, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und steuerte so wertvolle Punkte bei. Ralf Mordhorsts Leistung mit der Scheibe war die wertvollste Leistung der Veranstaltung, 714 Punkte sackte der Agrarökonom für seinen Wurf ein.

Inzwischen absolvierten die 3000 m-Läufer ihre siebeneinhalb Runden. Auch hier machte Marcel Weiß keinen Hehl aus seinen hochgesteckten Ambitionen. Nach zwei ersten gleichmäßig gelaufenen 1000 m-Abschnitten gab er auf dem letzten Kilometer Gas und überzeugte auch bei diesem Distanz-Debüt mit einer Zeit von 10:09,02 min. Von einer gerade überstandenen Grippe noch sichtlich gehandicapt gelang es Sven Schardin dennoch, mit 10:25,99 min eine sehr achtbare Leistung auf die Bahn zu zaubern. Als dritter LAC-Läufer steigerte sich der bereits 52-jährige und eigentliche Marathonläufer Marcus Krapp gegenüber dem Vorjahr über diese Distanz auf nunmehr 12:06,68 min. Auch über 3000 Meter sieht Cheftrainer Uwe Mundt reichlich Reserven für das Münchener Finale. „Mit Klaas Franzen fehlte unser bester Mann über diese Strecke, er wird aber im Herbst wieder dabei sein. Klaas befindet sich zur Zeit dienstlich in den USA“.

Das Kugelstoßen brachte nach dem Diskuswerfen (1.270 Punkte) die meisten Zähler in die Wertung. Für Ralf Mordhorsts 14,24 m und Zbigniew Sikorskis 13,22 m wurden 1.226 Punkte gut geschrieben. Dennoch ist auch hier noch Luft nach oben für den Endkampf, liegt doch Ralfs Bestleistung aus dem letzten Jahr noch einen Meter höher.

Im Weitsprung setzte erneut sehr unangenehmer Dauerregen ein. Bereits beim Einspringen rutschte Patrick Hagge auf dem sehr schmierigen Brett weg, was glücklicherweise keine ernsthaften Folgen hatte. Nach einem Versuch verzichtete Paddy auf weitere Sprünge, ebenso wie seine Mitstreiter Lasse Zunker (5,43 m) und Christopher Kokot (5,09 m).

Die abschließende 4 x 100 m-Staffel ging wegen der diversen Einschränkungen der Teilnehmer sehr vorsichtig zu Werke, die Zeit der ersten Garnitur mit Zunker, Hagge, Sikorski und Kokot von 47,22 s ist erheblich ausbaubar.

Trotz ausstehender Qualifikationsrunden in anderen Teilen Deutschland darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Erfahrung der letzten Jahre angenommen werden, dass sich die M30/35-Athleten des LAC Lübeck für die Endrunde in München klar qualifiziert haben. Die Gesamtpunktzahl von 9.132 Punkten liegt nur ganz knapp unter der des letzten Jahres an gleicher Stelle (9.157 Pkt).

Erneut ist vor allem ein mehr als guter Team-Spirit für diesen Erfolg ausschlaggebend. Es macht einfach Spaß, diesen Geist zu spüren, den auch anwesende Funktionäre und betreuende Trainer versprühten und damit zur sehr guten Grundstimmung beitrugen. Dazu trägt sicher auch ein optisch einheitliches Auftreten seinen Teil bei. Auch und gerade dadurch drückt sich Zusammengehörigkeit aus!

Es sei an dieser Stelle noch einmal unserem neuen Sponsor Nico Niemann von der Deutschen Bank gedankt, durch dessen Hilfe wir unser Outfit durch eine sehr nützliche Regenjacke erweitern konnten.

Text und Foto: Uwe Mundt

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